|
Das militärische Wappen, auch Feldzeichen genannt, diente dem Soldaten im
Feld zur Orientierung und bis heute, zur Hebung der Moral. Das Wappen ist
Symbol der Gemeinschaft und Tradition.
Tradition und Bundeswehr, das müsste doch zusammenpassen.
Weit gefehlt. Bei der Anmeldung gab es von "oben" Probleme, weil der zu-
ständige Sachbearbeiter "Komik-Figuren" nicht auf dem Wappen dulden wollte.
Es bedurfte einiger Anrufe und Erklärungen, doch letztendlich wurde es
genehmigt. Er hatte wohl noch nie Wappen von der fliegenden Truppe gesehen.
Den Hasen hatte man dann schon einmal.
Aber von Anfang an…
Es war in der Zeit des Umbruches von Nike auf Patriot. Mitte des
Jahres 1988 wurde die 1./22 verabschiedet und man richtete alles darauf aus
zur 5./21 zu werden. Major Nickel, Chef der alten 1./ 22 und zukünftiger
Chef der 5./21, stellte bei einer seiner fast wöchentlichen Besprechungen
die Aufgabe, für die neue Einheit ein Wappen zu entwerfen. Da Herr Freimuth
(damals noch Olt.) vorher das Archiv eingerichtet hatte und somit in der
Geschichte der Sauerlandkaserne kundig war, bestimmte er selbigen für die
Wappenfindung als PO.
Über eine Sache waren sie sich alle im Klaren.
Der Hase musste wieder mit auf das Wappen.
Das alte Wappen ging mit der neu erschaffenen 1./22 nach Lechfeld
(damals war noch Guselried als Standort auserkoren). Es wurden mehrere
Entwürfe im Laufe des Jahres 1988 bis 1989 eingereicht und alle fanden nicht
die richtige Zustimmung. Damals war das Personal ständig auf Lehrgängen
unterwegs. Sie wurden auf Patriot umgeschult. Im Jahre 1989 befanden sich
fast alle in Fort Bliss und im Herbst 1990 kam Major Nickel um an einem
Einweisungslehrgang für Stabsoffiziere teilzunehmen.
Zu der Zeit fanden dort in Fort Bliss sogar "Oedinger-Treffen" statt. Bei
dieser Gelegenheit präsentierte Major Nickel das entgültige Wappen wie wir
es heute kennen. Er hatte im stillen Kämmerlein mit den Entwürfen basteln
lassen und die Entscheidung gefällt.
Oben links sieht man das Kreuz des Kreises und der Stadt Olpe.
Darunter sitzt unser Hase mit seinem Kaktus. Oben rechts wurde das
Tätigkeitsabzeichen des FlaRak Personals, sowie die Einheitsbezeichnung
eingefügt. In der Mitte prangt die Oedinger Rose, die wie die Heraldischen
Farben unten rechts aus dem Wappen von Oedingen übernommen wurden.
August"Aule"Freimuth neben seinem Kunstwerk |