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Der Unteroffizierslehrgang in der Sauerlandkaserne
Die Ausbildung der Unteroffiziere war nicht immer eine zentrale
Angelegenheit der Luftwaffe. In den Anfangsjahren der Bundeswehr war sie
Aufgabe der Verbände (Regiment, Geschwader).
Da die Sauerlandkaserne ursprünglich für die Aufnahme von zwei Batterien
gedacht war, standen hier Unterkunftsblöcke leer. So kam es, das im April
1968 der Unteroffizierslehrgang des FlaRakRgt 2 von Lich (bei Giessen) nach
Oedingen verlegt wurde. Damals waren dem Regiment das FlaRakBtl 22
(Burbach), das FlaRakBtl 23 (Kilianstätten/Schöneck) und das FlaRakBtl 39
(Ulmen) unterstellt.
Die Lehrgangsteilnehmer waren ausnahmslos Zeitsoldaten. Ihnen wurde auf dem
drei Monate dauerndem Lehrgang allgemeinmilitärische Kenntnisse vermittelt,
die sie als künftige Unterführer benötigten. Wichtige Unterrichtsfächer
waren Innere Führung, Schutz von Luftwaffenanlagen, Waffen- und
Schießausbildung, Methodik der Ausbildung und natürlich auch Sport.
Als Unterkunft dienten die Blöcke 8 und 10. Theoretisch unterrichtet wurde
in den Blöcken 7 und 9 und gelegentlich in 5. Praktischer Unterricht fand in
den „Höhen und Tiefen“ des Sauerlandes statt, und das bei Tag und Nacht. Es
soll Menschen geben, die aus diesem Grunde, seit damals das Sauerland nicht
mehr betreten haben.
Dem UL stand als Diziplinarvorgesetzter meist ein Oberleutnant / Hauptmann
vor. Als Zugführer fungierten Oberfeldwebel / Hauptfeldwebel. Gruppenführer
waren Unteroffiziere / Stabsunteroffiziere.
Da der UL dem FlaRakRgt 2 direkt unterstand, wurde er auch sehr häufig von
dem jeweiligen Regimentskommandeur und seinem Stab inspiziert. Dieses
berührte natürlich auch jeweils das Leben der 1. Batterie und dessen Chef,
der ja neben dem Chef-sein auch noch Standortältester und Kasernenkommandant
war.
Als in dem Jahr 1983 für die 1. Batterie das „Long Range Security Program“,
der Aus- und Umbau des Abschussbereiches, und eine damit einhergehende
Verstärkung des Sicherungszuges auf ca. 200 Soldaten anstand, wurde der UL
unter anderem aus Platzgründen wieder nach Giessen bzw. Lich verlegt.
In den fast 15 Jahren, die der UL in Oedingen statt fand wurden ca. 4000
junge Unteroffiziersanwärter (UA´s) ausgebildet.Bericht
von August Freimuth
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